
Die erste Gattung sind Personen, die spannende Geschichten erzählen. Zum Beispiel sassen letzthin ein Flugzeugwart und sein Freund in meiner Nähe. Dabei erfuhr ich, dass es in Privatjets sogar Whirlpools gibt!
Zur zweiten Gattung gehören Personen, die mit ihrer Musik das ganze Zugsabteil unterhalten. Bei manchen hat man das Gefühl, dass sie gerade einmal im Besitz von zwei Liedern sind, denn nach kürzester Zeit ertönt wieder dieselbe Melodie …
Die dritte Gattung nenne ich mal die „Nasebörerler“. Tönt jetzt unglaublich, aber diese Gattung ist nicht so selten, wie man meinen könnte …
Personen, die fast ihre gesamte Post in den Zug mitnehmen, von der Regionalzeitung, über die Coop-Zeitung, 20 Minuten, Interdiscount-Prospekte bis zu Kleiderkatalogen, gehören zur vierten Gattung.
Die fünfte Gattung sind die Telefonierer: Sie brüllen lautstark in ihr Handy. Glücklicherweise sind solche Personen morgens sehr spärlich unterwegs.
Zur sechsten Gattung gehören Touristen, die mit Schweizer Zügen nicht vertraut sind. Ich musste mal einer Amerikanerin, die zum ersten Mal Zug fuhr, erklären, wie man herausfindet, auf welchem Gleis die Züge fahren.
Die letzte und siebte Gattung sind die „Dramaqueens“. Diese Personen erzählen ihre Lebensgeschichte, natürlich schön ausgeschmückt und mit viel Drama… und vor allem so laut, dass nicht nur der Gesprächspartner die Story mitkriegt, sondern auch das ganze Zugsabteil.
Tja, beim Pendeln erlebt man so vieles, dass einem nie langweilig wird!
Foto: Valentin Niebler. jugendfotos.de
