

Erika, eine junge Japanerin mit strahlendem Lächeln, wurde in Tokio geboren und ist dort aufgewachsen. Wie sie von Tokio nach Zürich kam, ist eine Geschichte, die man sich mehrmals anhören kann. An den zahlreichen Zwischenstationen auf dem Weg ist sie reifer geworden und hat Erfahrungen gesammelt, die ihren Weg mitbestimmt haben. Heute würde sie sich nicht unbedingt eine Weltbummlerin nennen – was damals als eine Reise angefangen hat, ist heute für sie eine Selbstverständlichkeit.
Tokio - Kuba einfach
Nach dem Schulabschluss in Tokio hat Erika zusammen mit Freunden eine Reise durch Zentralamerika unternommen – durch Mexiko, Belize und Jamaika mit Endstation Kuba. Die Erlebnisse und die Atmosphäre in Kuba haben sie dermassen geprägt, dass sie sich entschieden hat, dort zu bleiben. "Diese Erfahrung hat meine Vorstellung vom Leben völlig verändert. Fast alles dort war anders, als ich gewohnt war."
Das war ein Leben mit viel Besitz und vielen Möglichkeiten gewesen. In Tokio, erzählt Erika, hatte sie Zugang zu allem, was sie nur haben wollte: "Ich hatte Kleider letzter Mode, Taschen berühmter Marken… Aber mir fehlte die Nähe menschlicher Beziehungen." Als sie dann in Kuba ankam, war sie erstaunt, wie offen und warmherzig die Menschen sind. "Die Kubaner hatten keine Angst, ihre Liebe zu zeigen. Anders als in Tokio, wo sich die Leute davor sogar schämen."
Deshalb blieb sie zwei Jahre lang dort und studierte Kunst. "Kuba war nicht einfach ein anderes Land für mich, es war ein anderer Planet." Und das nicht nur wegen der spannenden Kultur und der interessanten Bräuche. Der Alltag war auch ganz anders und das Leben nicht immer einfach. "Die Herausforderung jeden Tag war nicht, an der Uni eine gute Note zu bekommen. Vielmehr – zu überleben." Die Wasserversorgung wurde tagsüber für 3 bis 5 Stunden unterbrochen, und einfache Mittel wie Haarshampoo musste sie sich teilweise den ganzen Tag lang suchen, da die Geschäfte nicht so gut ausgestattet waren.
Neuer Anfang in New York
Nach den zwei Jahren in Kuba hat sich Erika entschieden, in New York neu anzufangen. "Ich habe New York gewählt, da mich Manhattan sehr viel an Tokio erinnert, bloss mit noch mehr kultureller Dynamik." Dort hat sie an der New York State University Bühnenkunst studiert.
Zu der Zeit hat sie auch ihren Mann Danilo kennengelernt. Am Anfang waren sie Tandempartner und haben sich regelmässig nur zum gegenseitigen Sprachaustausch getroffen. In den ersten zwei Jahren waren sie einfach gut befreundet, aber nach und nach entstanden Gefühle und ihre Liebe fing an. Bald danach musste Danilo ... »» weiterlesen bei tink.ch

